Spanien ruft nationalen Notstand wegen Waldbränden bei Madrid und Ávila aus

Waldbrände Madrid
Foto:112 Comunidad de Madrid

Die spanische Regierung hat bei der Europäischen Union die Aktivierung des Katastrophenschutzmechanismus beantragt und mindestens vier Löschflugzeuge zur Bekämpfung der Waldbrände angefordert, die vor allem die Region Madrid und die Provinz Ávila betreffen.

Nach Angaben der spanischen Regierung haben sowohl Griechenland als auch Italien die Anfrage bereits angenommen und jeweils zwei Löschflugzeuge zugesagt.

Es ist erst das zweite Mal, dass Spanien den EU-Katastrophenschutzmechanismus wegen Waldbränden aktiviert. Das erste Mal geschah dies am 13. August 2025 wegen der Brände bei Jarilla in der Provinz Cáceres und in Castilla y León.

Damals erhielt Spanien unter anderem zwei Chinook-Hubschrauber und zwei französische Canadair-Löschflugzeuge sowie Bodenteams aus Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, der Slowakei, Tschechien

Drei Brände vereinigen sich zu einem Feuer

Am Donnerstagabend, den 23. Juli, hatte die Regierung die höchste Notfallstufe für die Region Madrid und die Provinz Ávila ausgerufen. Betroffen sind die Brände bei Villa del Prado und San Martín de Valdeiglesias in Madrid sowie bei Burgohondo in Ávila.

Am Freitagmittag vereinigten sich die drei Brände bei Madrid zu einem einzigen Feuer, das bereits rund 3.000 Hektar verbrannt hat. Die Orte Chapinería, Colmenar del Arroyo und Navas del Rey müssen deshalb evakuiert werden.

Der Umweltminister der Region Madrid, Carlos Novillo, sagte, das Feuer sei außerhalb der Löschkapazität. Man könne die Flanken begrenzen, die Spitze aber vorerst nicht stoppen. Besserung erwarten die Behörden erst durch tiefere Temperaturen und Winddreher am Samstag.

Insgesamt wurden in Madrid und Ávila bislang rund 11.500 Menschen evakuiert, mehr als 10.000 davon in der Region Madrid. Mehrere Senioren- und Behinderteneinrichtungen mussten geräumt werden.

Der Madrider Gesundheitsdienst hält mindestens 600 Krankenhausbetten bereit. Mehrere Straßen, darunter die M-501 und M-507, sind gesperrt, einige Buslinien wurden umgeleitet.

Aktuelle Informationen gibt es auf dem X-Account der Comunidad de Madrid: @112cmadrid.

Quellen: El Mundo, Málaga HOY, Diario SUR

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