Pisa-Ergebnisse in Spanien 2025
Die neuen Ergebnisse der Pisa-Studie, die regelmäßig die Kenntnisse und Fähigkeiten von 15-jährigen Schülern in verschiedenen Ländern untersucht, fallen für Spanien schlecht aus.
Die Leistungen der spanischen Schüler liegen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften unter dem OECD-Durchschnitt. In allen drei Bereichen gehören die Ergebnisse zu den niedrigsten, die Spanien bisher erreicht hat.
Gegenüber 2015 ist der Anteil der Schüler mit schwachen Leistungen in Mathematik um 11 Prozentpunkte gestiegen, beim Lesen um 15 und in den Naturwissenschaften um 6 Prozentpunkte. Im Vergleich zu 2022 gingen die Durchschnittswerte in Mathematik und Lesen zurück. In den Naturwissenschaften blieben sie stabil.
In Mathematik erreichten die spanischen Schüler durchschnittlich 457 Punkte, beim Lesen 451 und in den Naturwissenschaften 485 Punkte. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 463 Punkten in Mathematik, 461 beim Lesen und 485 in den Naturwissenschaften.
Beim Lesen erreichten 68 Prozent der Schüler mindestens die grundlegende Kompetenzstufe. Nur 2 Prozent schafften die höchsten Leistungsstufen. In Mathematik erreichten 4 Prozent die höchsten Stufen, in den Naturwissenschaften ebenfalls 4 Prozent.
Die Entwicklung trifft vor allem die schwächeren Schüler. Nach Angaben der OECD sind ihre Leistungen seit 2015 deutlich zurückgegangen, während die Ergebnisse der leistungsstärksten Schüler weitgehend stabil geblieben sind.
An der Untersuchung nahmen in Spanien 29.967 Schüler aus 956 Schulen teil. Jeder Schüler absolvierte einen zweistündigen Test in zwei der untersuchten Bereiche.
Soziale Herkunft spielt eine Rolle
Auch die soziale Herkunft beeinflusst die Ergebnisse. Schüler aus sozial und wirtschaftlich besser gestellten Familien erzielten in den Naturwissenschaften durchschnittlich 71 Punkte mehr als benachteiligte Schüler. Der Unterschied ist damit kleiner als im OECD-Durchschnitt von 85 Punkten.
13 Prozent der benachteiligten Schüler in Spanien gehörten dennoch zu den besten 25 Prozent ihres Landes in den Naturwissenschaften. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 12 Prozent.
KI wird von Schülern häufig genutzt
Spanische Schüler nutzen künstliche Intelligenz bereits deutlich häufiger als der OECD-Durchschnitt. 42 Prozent setzen KI für Recherchen ein, 40 Prozent zum Zusammenfassen von Texten und 33 Prozent beim Schreiben. Nur 8 Prozent nutzen KI nie oder fast nie.
Auch bei den Lehrkräften gibt es Engpässe. 49 Prozent der Schüler besuchen Schulen, deren Leiter einen Mangel an Lehr- oder Unterstützungspersonal melden. Im OECD-Durchschnitt sind es 39 Prozent.
Auch Deutschland erreicht 2025 in allen drei Bereichen die bislang niedrigsten Werte. Die deutschen Schüler liegen jedoch in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften vor Spanien. Besonders groß ist der Abstand bei den Naturwissenschaften.
Quellen: OECD, PISA 2025, Málaga Hoy, SUR in English.
























































