Sechs Strände in Málaga sind erneut wegen Fäkalbakterien gesperrt

Fäkalbakterien Costa del Sol

An diesem Montag, den 17. August, hat die Stadtverwaltung von Málaga erneut die rote Flagge gehisst. Sechs Strände sind bis auf Weiteres für Badegäste gesperrt: Campo de Golf-San Julián, Guadalmar, La Misericordia, Sacaba, San Andrés und El Palo.

Grund sind erhöhte Werte des Bakteriums Escherichia coli. Das städtische Wasserunternehmen Emasa hatte Wasserproben an diesen Küstenabschnitten entnommen. Die Analysen zeigten Konzentrationen über den Grenzwerten, die das Real Decreto 1341/2007 vorschreibt, ein spanisches Regelwerk zur Qualität von Badegewässern.

Die Stadt reagierte mit dem üblichen Warnprotokoll und roten Flaggen, um die Gesundheit der Badenden zu schützen. In den kommenden Tagen werden weitere Proben genommen, um die Lage zu beobachten.

Ursache ist offenbar das Unwetter in der Nacht auf Samstag, den 15. August. Dabei kam es an mehreren Stellen der Stadt zu kontrollierten Entlastungseinleitungen ins Meer. Das städtische Strandamt reinigt seither die betroffenen Bereiche und entfernt Rückstände.

Solche Einleitungen sind bei starkem Regen keine Seltenheit. Viele Kanalnetze in Spanien trennen Regenwasser und Abwasser nicht vollständig, ein bekanntes strukturelles Problem. Bei heftigen oder punktuell konzentrierten Niederschlägen gerät das Netz unter Druck, Regenwasser vermischt sich mit Fäkalwasser.

Strände schließen auch in Benalmádena

Auch andere Küstenorte sind betroffen. In Benalmádena schlossen am Wochenende nach und nach mehrere Strände zwischen Las Gaviotas, an der Grenze zu Fuengirola, und Bil-Bil.

Badegäste klagten über Hautreaktionen, Rettungsschwimmer holten Menschen aus dem Wasser und sprachen von einem geplatzten Abwasserkanal. Die Ergebnisse ergänzender Wasseranalysen stehen noch aus.

Quellen: Diario SUR, Málaga HOY, Cadena SER

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