Spanische Gesundheitsministerin: „Höhepunkt der sechsten Welle ist überschritten“

Carolina Darias zeigt sich optimistisch in Bezug auf die Entwicklung der Corona-Pandemie in Spanien. Über ein Ende der Maskenpflicht soll in dieser Woche beraten werden

Aktuelle Covid-Situation in Spanien
Die spanische Gesundheitsministerin Carolina Darías besuchte ein Krankenhaus in Palma de Mallorca.
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Aktuelle Covid-Situation in Spanien

Die spanische Gesundheitsministerin Carolina Darias geht davon aus, dass der Höhepunkt der sechsten Welle der Coronavirus-Pandemie in Spanien überschritten ist. „Alles deutet darauf hin, dass die Inzidenzen weiter sinken und die Kurve nach unten geht“, sagte die Ministerin gegenüber der Presse nach einem Besuch im Krankenhaus Son Llàtzer in Palma de Mallorca.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien ist seit ihrem Höchststand Mitte Januar um mehr als 300 Punkte auf zuletzt 1.360 in der vergangenen Woche gefallen. Auch der Druck auf das Gesundheitssystem nahm etwas ab. In der sechsten Welle war das Coronavirus nach Angaben der Gesundheitsministerin am stärksten in der Altersgruppe der 5- bis 11-Jährigen verbreitet.

Dass sich weniger Patienten auf den Intensivstationen befinden, bezog Darías in erster Linie auf die hohe Impfquote in Spanien. Am 28. Januar waren knapp 90 Prozent der Bewohner über 12 Jahren doppelt geimpft.

Aktuelle Covid-Situation in Spanien

Carolina Darias wollte kein Datum für das Ende der sechsten Welle nennen. Sie erklärte lediglich, dass dass Indikatoren wie Krankenhauseinweisungen und Patienten in den Intensivstationen regelmäßig bewertet werden.

Auf die Frage nach dem von Ministerpräsident Pedro Sánchez vorgeschlagenen Strategiewechsel bezüglich der Behandlung des Coronavirus als endemische Krankheit erklärte Carolina Darías, dass man dabei sei, Vorschläge zu erarbeiten.

Maskenpflicht „so kurz wie nötig“

Darias äußerte sich auf Mallorca auch zu der Maskenpflicht: Die am 24. Dezember 2021 (wieder eingeführte Maskenpflicht im Freien in Spanien solle so „kurz wie möglich“ bestehen bleiben und aufgehoben werden, sobald es die pandemische Situation erlaubt. In dieser Woche werde darüber beraten, ob die Maßnahme verlängert werden soll.

Die Maskenpflicht sei seinerzeit wegen der stark ansteigenden Inzidenzen auf Drängen der Mehrzahl der autonomen Regionen in Spanien wieder eingeführt worden. Sie werde wieder gelockert, wenn sich die autonomen Regionen im länderübergreifenden Rat mehrheitlich dafür aussprächen. „Wir kehren nach und nach zu unserem normalen Leben zurück und haben unsere sozialen Beziehungen wiederhergestellt. Aber der Virus ist immer noch da“, fügte Darias hinzu.

Auch der spanische Experte für öffentliche Gesundheit und frühere Berater von Barrack Obama, Rafael Bengoa, geht davon aus, dass der Höhepunkt der sechsten Welle in Spanien überwunden ist. Er betont aber, dass es notwendig ist, die Einschränkungen nur Schritt für Schritt aufzuheben, um Corona-Ausbrüche zu verhindern.

„Wir müssen besser deeskalieren als bei anderen Wellen und einige Einschränkungen aufrechterhalten, die im Vergleich zu denen in anderen Ländern recht leicht sind“, erklärte Bengoa in einem Interview mit dem spanischen TV-Sender Antena 3. Es deute aber alles darauf hin, dass man in Spanien zwischen Frühling und Sommer wieder zur Normalität zurückgekehrt sei, so Bengoa.

Quellen: Onda Cero, Antena 3, El Español. Ministerio de Sanidad.

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