100 Millionen Besucher? – Tourismusbranche rechnet mit Rekordjahr 2026

82 Prozent der Betriebe erwarten positive Geschäftsentwicklung.

Hotelbranche in Spanien im Sommer 2026

Spanien könnte in diesem Jahr erstmals mehr als 100 Millionen Besucher verzeichnen. 82 Prozent der befragten Hoteliers rechnen für die kommenden sechs Monate mit einer positiven Geschäftsentwicklung.

Das geht aus dem Barómetro del Alojamiento en España hervor, dem gemeinsamen Branchenbarometer von Booking und dem Statistikportal Statista.

Die Zahlen bestätigen den Optimismus. 63 Prozent der befragten Betriebe konnten ihre durchschnittliche Tagesrate steigern, 64 Prozent meldeten eine höhere Auslastung als im Vorjahr. Zum Vergleich: 2025 lagen diese Werte noch bei 48 und 40 Prozent.

Auch bei der Finanzierung sieht es entspannt aus. 57 Prozent der Unterkünfte hatten keine Schwierigkeiten, an Kapital zu kommen. Und wer investieren will, findet Gesellschaft: Auf jeden Betrieb, der seine Investitionen kürzt, kommen drei, die aufstocken.

Sorgen bereiten den spanischen Hoteliers für die Sommersaison vor allem Lieferkettenprobleme (44 Prozent), extreme Wetterereignisse (38 Prozent) und IT-Ausfälle (34 Prozent). Gegen schwache Saisonzeiten setzen die meisten auf Rabattaktionen und Sonderpakete, für 72 Prozent das wirksamste Mittel.

Events spielen eine wachsende Rolle. 61 Prozent der befragten Hoteliers berichten von einer höheren Zimmernachfrage durch Veranstaltungen in ihrer Region, 53 Prozent haben direkt davon profitiert, etwa durch den Papstbesuch oder die Sonnenfinsternis in diesem Jahr.

Sie verzeichneten höhere Einnahmen pro verfügbarem Zimmer und bessere Buchungen in sonst schwachen Zeiträumen.

Die Hotels engagieren sich auch zunehmend vor Ort. 42 Prozent geben nach Angaben der Studie mehr als die Hälfte ihrer nicht personalbezogenen Ausgaben bei lokalen Zulieferern aus.

49 Prozent öffnen ihre Einrichtungen, etwa Fitnessstudios oder Schwimmbäder, für Anwohner. 34 Prozent haben mit Behörden vereinbart, im Katastrophenfall als Notunterkunft zu dienen.

Quellen: RTVE,  El Economista

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