Immobilienbetrug in der Axarquía: Guardia Civil nimmt zwei Verdächtige fest

Scheingeschäfte mit Wohnungen und Mietobjekten verursachen Schaden von rund 830.000 Euro

Diebstahl melden Guardia Civil

Immobilienbetrug in der Axarquía

Die Guardia Civil hat in Torre del Mar (Vélez-Málaga) zwei Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, einen großangelegten Immobilienbetrug in der Axarquía organisiert zu haben.

Der entstandene Schaden beläuft sich nach Angaben der Behörden auf 829.289 Euro. Opfer des Betrugs sind Menschen aus den Provinzen Málaga, Jaén, Sevilla und Córdoba.

Die Ermittlungen der Guardia-Civil-Dienststelle Torrox-Algarrobo begannen im Dezember 2025. Im Mittelpunkt steht ein ehemaliger Mitarbeiter einer Immobilienagentur in Torrox. Während seiner Anstellung soll er sich bereits Gelder aus der Mietverwaltung des Unternehmens angeeignet haben.

Nach seiner Entlassung setzte er die Betrugsmaschen fort: Er nutzte Firmendokumente der früheren Arbeitgeberin, um als seriöser Immobilienvermittler aufzutreten.

Gegen ihn wird wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs, Unterschlagung, Identitätsmissbrauch und Geldwäsche ermittelt. Insgesamt werden ihm 20 Betrugsfälle zur Last gelegt. Eine zweite Person wurde als mutmaßlicher Komplize festgenommen.

Barzahlungen für angebliche Reservierungen

Das Vorgehen war nach Angaben der Guardia Civil stets ähnlich: Den Opfern wurden Immobilien zum Kauf oder zur Miete angeboten, die nie tatsächlich übergeben wurden. Stattdessen wurden vorab Barzahlungen für angebliche Reservierungen, Wertzuwachssteuern oder Verwaltungsgebühren verlangt.

Der zweite Festgenommene soll die Objekte den Interessenten gezeigt und das eingenommene Bargeld zwischen verschiedenen Provinzen transportiert haben, um die Herkunft des Geldes zu verschleiern.

Bei einer Hausdurchsuchung in Torre del Mar stellten die Beamten umfangreiche Unterlagen sicher. Die Analyse von sieben Bankkonten und die Sperrung von zwei Finanzprodukten ermöglichten es, 99.911 Euro an Geschädigte zurückzuerstatten. Die Ermittlungen laufen weiter: Die Gesamtzahl der Opfer ist noch nicht abschließend geklärt.

Die Akten wurden an den Zivil- und Ermittlungsbereich des Instanzgerichts in Torrox übergeben.

Quellen: Cadena SER, Diario SUR

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