Expertenrat: Keine neuen Einschränkungen in der Provinz Málaga

Málaga bleibt in Risikostufe 2. Sevilla, Córdoba, Granada und Almeria müssen ab Montag nicht systemrelevanten Handel und Gastronomie um 20 Uhr schließen.

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Das kleine Dorf Casabermeja in der Provinz Málaga wird am Freitag seine Abriegelung beenden. Bewohner und Besucher dürfen wieder ohne triftigen Grund hinein- und hinaus fahren.

Nur fünf Gemeinden müssen sich in der Provinz Málaga abriegeln

Nach der heutigen, jede Woche stattfindenden Sitzung des andalusischen Expertenrats, in der die Gesundheitssituation in der Region bewertet wird, sind für die Provinz Málaga wenig Änderungen bekannt gegeben worden. Hier muss lediglich das Axarquia-Dorf Almargen wegen einer 14-Tage-Inzidenz von über 1.000 Coronafällen seine nicht systemrelevanten Aktivitäten einstellen. Sierra de Yeguas und Alfarnate bleiben abgeriegelt, Casabermeja, Arenas und Pujerra dürfen wieder öffnen. Die Maßnahmen werden im andalusischen Amtsblatt BOJA veröffentlicht und gelten ab Freitag, 0.00 Uhr.

Alle Gesundheitsbezirke in der Provinz Málaga bleiben mit Stufe 2 auf dem gleichen Niveau der Einschränkungen wie bisher auch. Das bedeutet, dass es in der nächsten Woche keine Änderungen der Öffnungs– und Geschäftszeiten geben wird. Wie der Stand in der eigenen Gemeinde ist, kann man unter diesem Link nachkontrollieren.

Die Provinz Málaga ist unter den andalusischen Provinzen diejenige, die die geringsten Inzidenzen verzeichnet. Der Ausreißer ist Almargen mit der höchsten Covid-Rate in der Provinz. Die Ortschaft verzeichnet am heutigen Donnerstag eine 14-Inzidenz von 2.105,8 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Auch in Alfarnate (657,3 Fälle) und Sierra de Yeguas (934,3 Fälle) ist die 14-Tage- Inzidenzrate pro 100.000 Einwohner sehr hoch. Am anderen Ende der Skala steht das Dorf Casabermeja, welches am heutigen Donnerstag nur noch 55 Fälle registrierte und wieder öffnen kann.

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Aktueller Stand vom 16.April. Quelle: Junta de Andalucía.

Sevilla, Córdoba, Granada und Almeria müssen wieder um 20 Uhr schließen

Während die Provinz Málaga mit einer 14-Tage Inzidenz von 124 Fällen pro hunderttausend Einwohner auf Risikostufe 2 bleibt, sind Sevilla, Córdoba, Granada und Almeria in Risikostufe 3, bzw. 4 (Granada) gerutscht und müssen ab Montag, 19.April, den nicht systemrelevanten Handel sowie die Gastronomie um 20 Uhr schließen. Normalerweise gilt die Regelung immer ab Freitag, jedoch wolle man den betroffenen Unternehmen “Zeit geben, sich vorzubereiten”, erklärte Andalusiens Gesundheitsminister Jesús Aguirre im Anschluß an das Treffen des Expertenrats. Neben Málaga befinden sich auch Cádiz, Huelva und Jaén weiterhin auf Risikostufe 2 und behalten die Öffnungszeiten des nicht-systemrelevanten Handels und der Gastronomie bis 22.30 Uhr bei.

Kritik an Beendigung des Alarmzustandes

Andalusiens Ministerpräsident Juan Manuel Moreno hat am Donnerstag bei einer Kontrollsitzung des andalusischen Parlaments erneut darauf hingewiesen, dass er die Absicht der Zentralregierung, den Ausnahmezustand in Spanien am 9. Mai nicht zu verlängern, für falsch hält. “Wenn ab dem 9. Mai eine Gemeinde eine Riesenferia veranstalten will, kann ich es nicht verhindern.“ Er beklagte, dass mit dem Wegfall des Ausnahmezustandes und der Schließung der Regionen kein Instrument bleibe, um die Pandemie zu kontrollieren. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez seinerseits hatte am gestrigen Mittwoch seine Absicht, den Alarmzustand am 9. Mai zu beenden, noch einmal bekräftigt.

Quellen: El País, Diario SUR, Junta de Andalucía.

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