Tarifa – die Stadt der Wind- und Kitesurfer

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Tarifa in Andalusien

Wo das Licht anders scheint

Der Himmel ist bunt. Von weitem könnte man meinen, ein Meer aus farbenfrohen Luftballons erhebt sich aus dem Horizont. Je näher man kommt, desto klarer wird es, es handelt sich um Kitesurfer. Der aufmerksame Leser wird schon erahnen, wohin uns unser Ausflug heute bringt: Tarifa. Die windige Stadt ist ein Begriff für alle Wind- und Kitesurfer. Sie ist ebenfalls die südlichste Stadt und der am südlichsten gelegene Punkt des europäischen Festlandes. Für Besucher und Bewohner der Costa del Sol ein absolutes Muss, liegt Tarifa doch nur eine gute Autostunde von der westlichen Küste entfernt, falls man sich für den schnellen Weg über die AP-7 entscheidet.

Die Gegend um Tarifa lohnt sich für einen Tagesausflug oder ein Wochenendtrip. Es gibt hiere zahlreiche Hotels und Pensionen. Auch Campingmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden. Die Strände um die kleine Stadt sind einfach traumhaft und wie aus einem Reisekatalog. Natürlich sollte man sich im Klaren sein, dass immer ein Lüftchen weht, von daher besser nur das Nötigste mit an den Strand nehmen.

Es ist meist der Levante-Wind, der weht, und für optimale Bedingungen für Surfer sorgt. Der Sand ist wunderbar weiß und fein, die Wellen können auch schon mal etwas höher schlagen, das gesamte Strandleben ist so anders im Vergleich zum Mittelmeer. Surfliebhaber sind ja bekanntermaßen ein recht alternatives Völkchen. Und so ist das Ambiente am Strand natürlich auch etwas entspannter. Hunde gehören da genauso dazu, wie Chillout-Musik und ein paar kühle Bier im Chiringuito. Parkplätze sind meist an den Strandzugängen gut vorhanden, da viele Besucher auch gleich mit dem Minivan kommen.

Tarifa in Andalusien

Für Kinder ist der Strandabschnitt Las Dunas eine besondere Attraktion. Es handelt sich um eine große Dünenburg, ein hoher Sandberg der beklettert, bespielt und heruntergerutscht werden kann. Positiver Nebeneffekt: Die Kleinen fallen definitiv sehr müde und glücklich ins Bett am Abend. In den frühen Morgenstunden kann man Reitergruppen am Strand treffen, die ihren Vierbeinern kühle Hufe schenken mit einem Ausritt im Wasser.

Die Fauna an diesem Landstrich ist eine ganz besondere. Durch das Zusammentreffen von Mittelmeer und Atlantik entsteht hier ein einzigartiges Ökosystem. Über 200 Vogelarten können bei ihrem jährlichen Zug in wärmere Gefilde beobachtet werden. Im Meer tummeln sich Delfine und Wale und sorgen an manchen Tagen für ein Schauspiel.

Historische Altstadt mit kleinen Geschäften, Bars, Cafés und Restaurants

Wer genug hat vom Strand kann nun Tarifa an sich erkunden. Nahe des Zentrums in den kleinen Gassen kann man mit viel Glück einen Parkplatz ergattern, es gibt jedoch auch Parkhäuser in Fußnähe. Durch das mittelalterliche Stadttor, die Puerta de Jerez, gelangt man direkt in das historische Zentrum. Kleine Cafes laden zu einem Snack ein. Wer einfach nur ein bisschen bummeln möchte kann durch die hübschen Boutiquen streifen.

Kulturinteressierte haben nun die Wahl zwischen einem Besuch der Iglesia San Mateo oder der Burg Castillo de Guzmán in Nähe des Hafen. Die Burg an sich kann zwar nicht besichtigt werden, doch der Weg dorthin ist sehr malerisch um einige Fotos zu machen. Von hier aus hat man einen einzigartigen Blick auf die Küste von Marokko: Europa und Afrika liegen hier so nah beieinander wie sonst nirgendwo. Einmal am Hafen, kann man auch die Gelegenheit für eine Bootsfahrt nutzen. Man wird vor Ort zahlreiche Anbieter finden. Auch Delfin und Walbeobachtungen sind möglich und ein tolles Erlebnis.

Familienurlaubern sei gesagt, dass sich die Stadt auch für einen Familienausflug eignet. Man kann immer wieder kleine Pausen auf den zentral gelegenen Spielplätzen einlegen. Schiffe und Boote anschauen ist ja stets ein Ereignis für Kinder und da die Stadt nicht sehr groß ist, kann man sie gemütlich sogar mit Kleinkindern erkunden.

Wer noch ein paar Tage an den Aufenthalt hängen möchte, der sollte weitere Ausflüge nach Jerez de la Frontera, Conil oder Barbate einplanen. Die Costa de la Luz macht ihrem Namen alle Ehre, der Himmel ist so blau wie sonst nirgends, das Licht ist einzigartig und lässt den Besucher komplett vergessen, wie grau der Alltag manchmal sein kann.

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