Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat auch Urlauber von der Costa del Sol betroffen. Mindestens 50 Bewohner der Provinz Málaga – die meisten aus Vélez-Málaga – sitzen in Dubai, Abu Dhabi und Jerusalem fest und kommen derzeit nicht nach Hause.
Nach Angriffen der USA und Israels auf den Iran und den darauffolgenden iranischen Gegenschlägen auf US-Stützpunkte am Persischen Golf ist der Luftraum in der gesamten Region gesperrt.
Eine Gruppe von 27 Touristen, die über das Veranstaltungsbüro Viajes Xamoní aus Vélez-Málaga gereist war, sitzt in Dubai fest. Sie hatten nach Angaben von spanischen Lokalzeitungen den Rückflug für Samstag, den 1. März, gebucht, doch der Abflug fiel aus.
Jesús Lupiáñez, Bürgermeister von Vélez-Málaga, hat nach eigenen Angaben bereits Kontakt zur Subdelegación del Gobierno, der staatlichen Regierungsvertretung in der Provinz, aufgenommen, um das spanische Außenministerium und die Botschaft einzuschalten.
Martín Martínez, Inhaber von Viajes Xamoní, schildert die Lage nüchtern: „Wir müssen warten: auf einen glaubwürdigen Waffenstillstand oder eine Luftraumöffnung.“
Der Angriff auf den Flughafen Dubai habe die gesamte Airline-Branche durcheinandergebracht. Großfluggesellschaften wie Emirates und Qatar Airways haben ihren Betrieb vorübergehend eingestellt.
Für die Gruppe aus Vélez-Málaga ist Lufthansa der Vertragspartner, der einen Krisenstab eingerichtet hat. Ein erster Ausweichplan über Äthiopien scheiterte, weil auch dieser Luftraum kurz darauf gesperrt wurde.
Die Gestrandeten sind alle in einem Hotel untergebracht, erhalten Verpflegung und werden von einem Reiseleiter vor Ort begleitet. Die Behörden in Dubai schickten Alarmmeldungen auf die Mobiltelefone der Gäste mit der Aufforderung, in den Hotels zu bleiben.
Am Sonntagvormittag seien noch Explosionen und Lichtblitze am Himmel zu hören und zu sehen gewesen, berichtete der Reiseleiter José Ángel Monereo. Zur Mittagszeit habe sich die Lage etwas beruhigt.
Währenddessen sitzen auch 29 andalusische Pilger, darunter mehrere aus Málaga, in Jerusalem fest. Sie hatten Israel für eine Woche bereist und wollten am selben Tag heimfliegen, als der Konflikt eskalierte. Koordinator José Belinchón berichtete dem spanischen Rundfunksender Cadena Ser, die Gruppe habe Zuflucht in einem Bunker suchen müssen.
Wann genau die Gestrandeten zurückkehren können, ist offen. Lufthansa hat alle Flüge nach Dubai und Abu Dhabi vorerst bis zum 4. März ausgesetzt, nach Tel Aviv und in andere betroffene Regionen sogar bis zum 8. März.
Quellen: Diario Sur, Málaga HOY, Cadena SER.






















































