Spanische Verkehrsbehörde DGT erwartet 5,6 Millionen Fahrten am ersten August-Wochenende

Behörde startet zweiten Sommereinsatz mit neuer V-16-Pflicht

Operación Salida Spanien 2026
Auch an der Costa del Sol wird viel Verkehr erwartet. Foto: DGT

Operación Salida Spanien 2026 startet am Freitag

Die spanische Verkehrsbehörde DGT (Dirección General de Tráfico) startet am Freitag, den 31. Juli, ihren zweiten großen Sommereinsatz.

Grund ist der Beginn des verkehrsreichsten Monats des Jahres: Für den gesamten August rechnet die Behörde mit 54,5 Millionen Fernfahrten auf Spaniens Straßen. Allein zwischen Freitag und Sonntag sollen es 5,6 Millionen Fahrten sein.

Drei Faktoren sorgen laut DGT für die hohe Dichte: der Wechsel zwischen Juli- und August-Urlaubern, die üblichen Wochenendfahrten an die Küste sowie der internationale Transitverkehr aus Portugal und Nordafrika, dessen Fahrzeuge Richtung südspanischer Fährhäfen unterwegs sind.

Radarkontrollen, Hubschrauber und Drohnen

Die DGT setzt Radarkontrollen, Hubschrauber, Drohnen und Kameras an Verkehrsschildern ein, um Ablenkung am Steuer und Gurtpflicht zu überwachen.

Auf besonders belasteten Strecken gibt es zusätzliche Fahrspuren, gesperrte Baustellen und alternative Routen, die den Verkehr um das Zentrum der iberischen Halbinsel herumführen sollen.

Kontrolliert werden zudem Reifen, Beleuchtung, Bremsen und Flüssigkeitsstände der Fahrzeuge.

Pflicht zur Mitführung der Warnleuchte V-16

Neu ist in diesem Sommer die Pflicht zur Mitführung der vernetzten Warnleuchte V-16, die seit Januar die klassischen Warndreiecke ersetzt.

Sie sendet bei einer Panne automatisch die Position des Fahrzeugs an die Plattform DGT 3.0, sodass andere Autofahrer über Navigationsgeräte gewarnt werden. Die Zahl der so gemeldeten Vorfälle ist laut DGT von durchschnittlich 8.600 im Jahr 2025 auf über 69.000 pro Monat gestiegen.

Für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen, die in Spanien unterwegs sind, ist eine V16-Leuchte nach derzeitigem Stand nicht vorgeschrieben, sofern im Heimatland die Mitführung eines Warndreiecks erfordert ist.

Reisende mit deutschem Kennzeichen, die mit dem PKW oder Wohnmobil in Spanien unterwegs sind, müssen daher nur das Warndreieck dabeihaben.

Wer allerdings vor Ort einen Wagen mit spanischen Kennzeichen mietet, muss auch ein V16-Warnlicht mitführen. Man sollte also bei der Verleihstation sicherstellen, dass die Warnleuchte im Auto ist. 

Ebenfalls neu ist die seit April erreichbare Telefonnummer 018, ein kostenloses Beratungsangebot für Unfallopfer und Angehörige.

Es ersetzt nicht den Notruf 112, sondern bietet psychologische, soziale, medizinische und rechtliche Unterstützung nach einem Unfall, in mehr als fünfzig Sprachen und täglich von 8 bis 21 Uhr.

Quellen: DGT, Diario SUR

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