Trendwende in Sicht: Inzidenzen fallen in Málaga und in ganz Spanien

Ausgangssperre in Marbella und Estepona wird zeitnah aufgehoben

Inzidenzen in Málaga
Die Lage in den Krankenhäusern ist weiter angespannt. Die Provinz Málaga beklagt 31 Todesfällen binnen sieben Tagen
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7-Tage-Inzidenz fällt in der Provinz Málaga auf 334

Kommt die Trendwende? Zumindest die aktuellen Zahlen machen Hoffnung, dass sich die 5. Welle nun etwas abschwächt. Für die Provinz Málaga wurden heute 822 Positivgetestete gemeldet. Am Mittwoch der Vorwoche waren es deren 860. Die 14-Tage-Inzidenz, die die Anzahl der Neuinfektionen an Covid-19 in den letzten 14 Tagen je 100.000 Einwohner abbildet, ist im Vergleich zur Vorwoche von 840 auf 806 gefallen. Im gleichen Zeitraum hat auch die 7-Tage-Inzidenz von 396 auf 334 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner nachgegeben.

In den Krankenhäusern der Provinz Málaga ist die Anzahl der stationär behandelten Corona-Patienten in den vergangenen sieben Tagen von 467 auf 505 gestiegen. Der Krankenstand ist somit höher als in der ersten, zweiten und vierten Welle. Der Höchstwert der nachweihnachtlichen dritten Welle lag hingegen im Vergleich zum heutigen Wert genau doppelt so hoch (1.010). Auf den Intensivstationen ist die Zahl der Patienten seit dem 28. Juli von 74 auf 88 angewachsen. Insofern ist auch in den kommenden Wochen mit weiteren Todesfällen zu rechnen. Der Anteil der Corona-Patienten im Verhältnis zur Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Betten beträgt jetzt 19 Prozent (Vorwoche: 18 Prozent).

Offiziell haben sich in der Provinz Málaga bis dato 138.287 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. 112.455 davon gelten als genesen; 1.744 Personen sind in Málaga in Verbindung mit dem Corona-Virus gestorben. Das sind 31 mehr als noch am vergangenen Mittwoch. Die Zahl der aktiven Fälle beträgt somit 24.088 (Vorwoche: 20.138).

Málaga, Marbella und Estepona rutschen unter das Limit

Für die nachstehend aufgeführten Gemeinden der Provinz Málaga wurden am heutigen Mittwoch folgende Werte für die 14-Tage-Inzidenz ermittelt: Antequera (719), Alhaurín de la Torre (772), Alhaurín El Grande (647), Coín (626), Casares (276), Manilva (590), Estepona (956), Fuengirola (666), Mijas (581), Marbella (900), Istán (335), Benahavís (490), Ojén (603), Monda (630), Torremolinos (691), Benalmádena (803), Ronda (801), Rincón del la Victoria (628), Algarrobo (671), Nerja (927), Torrox (451) und Vélez Málaga mit Torre del Mar (574). In der Provinzhauptstadt Málaga liegt die 14-Tage-Inzidenz jetzt bei 986 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner.

Für Gemeinden, die zum einen mehr als 5.000 Einwohner haben und zum anderen eine 14-Tage-Inzidenz von 1.000 oder darüber aufweisen, darf gemäß höchstrichterlicher Entscheidung eine nächtlich Ausgangssperre zwischen 2 und 7 Uhr verhängt werden. Aktuell gilt die Ausgangssperre in den Gemeinden Marbella und Estepona. Da letztere nun wieder deutlich unter dem Limit liegen, wird diese in Kürze aufgehoben.

Málaga Stadt hingegen hatte Glück, da die 14-Tage-Inzidenz pünktlich zum heutigen Stichtag unter die Marke von 1.000 gefallen ist, und bleibt somit von einer Ausgangssperre verschont. Die Gemeinde Campillos mit einer Inzidenz von 1.154 muss hingegen damit rechnen, dass dort recht bald die nächtlich Ausgangssperre in Kraft tritt.

Welche Regelungen zur Eindämmung der Pandemie darüber hinaus aktuell in Andalusien gelten, lesen Sie hier.

Fallzahlen in Andalusien

Für Andalusien wurden heute 3.655 Positivgetestete gemeldet (Vorwoche: 3.848). Die 14-Tage-Inzidenz ist seit dem 28. Juli von 540 auf 586 Positivgetestete je 100.000 Einwohner gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz hat sich im gleichen Zeitraum hingegen nicht verändert und verharrt bei 262 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner.

Im Hinblick auf die 14-Tage-Inzidenz lauten die Werte für die acht andalusischen Provinzen, Stand heute, wie folgt: Málaga (806), Cádiz (616), Huelva (608), Córdoba (580), Almería (557), Jaén (518), Sevilla (477) und Granada (438),

Bezüglich der Krankenhausbelegung durch an Covid-19 erkrankte Patienten in Andalusien ist diese im Sieben-Tage-Vergleich von 1.151 auf 1.336 Patienten gestiegen. Im gleichen Zeitraum hat auch die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Corona-Patienten von 197 auf 238 zugelegt. Gestorben sind in der Region seit Beginn der Pandemie an oder mit dem Corona-Virus 10.403 Menschen (Vorwoche: 10.330).

60 Prozent aller Einwohner Andalusiens sind vollständig geimpft

Unterdessen wurden in Andalusien 59,5 Prozent der Bürger vollständig geimpft. Am Mittwoch der Vorwoche lag diese Zahl noch bei 57 Prozent. Eine erste Dosis haben inzwischen 70 Prozent erhalten. Vor sieben Tagen lag dieser Wert bei 65,5 Prozent. In der Provinz Málaga sind jetzt 56,2 Prozent der Bevölkerung immunisiert (Vorwoche: 53,8 Prozent) während 66,4 Prozent zumindest eine Dosis erhalten haben (Vorwoche: 62,3 Prozent).

In den acht Provinzen Andalusiens werden aktuell die Jahrgänge ab 2006 benachrichtigt. Sollten Sie zu den Jahrgängen 2006 oder älter gehören, können Sie einen Termin für die Erstimpfung machen. Das ist möglich auf der Website des andalusischen Gesundheitsdienstes (SAS), über ClicSalud+ , über die mobile Anwendung und die Telefonnummer von Salud Responde (955 54 50 60) oder über das Gesundheitszentrum, vorzugsweise per Telefon.

Inzidenzen fallen in Spanien – Schweiz, Salzburg und Wien Risikogebiete

In Spanien notiert die 14-Tage-Inzidenz jetzt bei 655 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner (28. Juli: 704). Der Wert für die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 326 (28. Juli: 378). Zum Vergleich: in der Bundesrepublik Deutschland beträgt die 7-Tage-Inzidenz laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) 18,5 Infizierte je 100.000 Einwohner (28. Juli: 15). In Österreich liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 37 (28. Juli: 31). In der Schweiz ist dieser Wert im Wochenvergleich von 58 auf 63 gestiegen.

Infolge der niedrigen Inzidenzen in Deutschland und Österreich, gelten diese beiden Länder aus spanischer Sicht, mit Ausnahme der Bundesländer Salzburg und Wien, aktuell und bis einschließlich zum 8. August 2021 nicht als Risikogebiete. Die Schweiz hingegen gilt ohne Ausnahmen als Risikogebiet.

Quellen: Junta de Andalucía, Diario SUR, Málaga Hoy, RKI, AGES, BAG

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