Spanien entsendet die Fregatte „Cristóbal Colón“ ins östliche Mittelmeer, um Zypern nach iranischen Angriffen militärisch zu schützen.
Das teilte das spanische Verteidigungsministerium am 5. März mit. Das Schiff operiert gemeinsam mit dem französischen Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ und Einheiten der griechischen Marine.
Die „Cristóbal Colón“ hatte sich bereits am Montag dem Flottenverband rund um die „Charles de Gaulle“ in der Ostsee angeschlossen, um Schutzaufgaben zu übernehmen.
Der gesamte Verband soll nun ins Mittelmeer verlegen und etwa am 10. März die Küste Kretas erreichen.
Im Mittelmeer wird die Fregatte Schutz- und Luftverteidigungsaufgaben übernehmen. Damit ergänzt sie die Patriot-Luftabwehrbatterie, die Spanien bereits in der Türkei stationiert hat und die von rund 150 spanischen Soldaten bedient wird.
Die Fregatte soll zudem für mögliche Evakuierungseinsätze von Zivilpersonen bereitstehen.
Unterstützung erhält der Verband auch durch das spanische Versorgungsschiff „Cantabria“, das kurzzeitig ausläuft, um beim Transit durch den Golf von Cádiz Treibstoff und Logistik bereitzustellen.
Das Verteidigungsministerium bezeichnet die „Cristóbal Colón“ als die „technologisch fortschrittlichste Fregatte“ der spanischen Marine. Mit dem Einsatz zeige Spanien sein „Engagement für die Verteidigung der Europäischen Union und ihrer Ostgrenze“.
Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte den Schritt bereits angekündigt. Sie betonte, die Mission sei „defensiv“ und kein Angriffseinsatz.
Außenminister José Manuel Albares unterstrich ebenfalls den Unterschied zwischen einer Beteiligung am US-Angriff auf Iran und der Verteidigung europäischer Grenzen.
Spanien hatte den USA zuvor die Nutzung der Militärbasen Morón bei Sevilla und Rota bei Cádiz für die Offensive gegen Iran verweigert.
Ein iranischer Drohnenangriff traf am Montag die britische Militärbasis Akrotiri im Süden Zyperns. Die Insel ist EU-Mitglied und hält derzeit die rotierende EU-Ratspräsidentschaft. Mehrere informelle Ministertagungen auf Zypern mussten bereits abgesagt werden, weil der Flugverkehr zur Insel beeinträchtigt ist.
Die EU-Außenminister kamen am Donnerstag per Videokonferenz zusammen, um die Lage zu beraten und die europäische Rolle in dem Konflikt zu erörtern.
Auch Italien hat angekündigt, sich an einem Marineeinsatz in der Region zu beteiligen. Die zyprische Regierung begrüßte die Bereitschaft beider Länder.
Quellen: Ministerio de Defensa, Cadena Ser

























































