Unsichtbare Gefahr: Würfelquallen an mehreren Stränden der Provinz Málaga gesichtet

Die mediterrane Art kann sehr schmerzhaft stechen, ist aber deutlich weniger gefährlich als ihre australische Verwandte

Würfelquallen an der Costa del Sol

Würfelquallen an der Costa del Sol

An mehreren Stränden der Provinz Málaga sind in den letzten Tagen Würfelquallen (Carybdea marsupialis) gesichtet worden. Badegäste meldeten Exemplare am Sonntag in Rincón de la Victoria und Benajarafe an der östlichen Costa del Sol. Auch im Bereich San Andrés in Málaga-Stadt wurden nach Angaben der spanischen Tageszeitung Diario SUR Sichtungen registriert.

Die mediterrane Würfelqualle ist vergleichsweise klein: Ihr transparenter, würfelförmiger Körper ist etwa drei bis fünf Zentimeter groß, die vier Tentakel können jedoch mehr als einen Meter lang werden.

Die Tiere sind schwer zu erkennen, da ihr Körper nahezu durchsichtig ist. Auffälliger sind die bräunlichen Tentakel.

Schmerzhaft, aber nicht lebensgefährlich

Nach Angaben von Francisco Franco, Direktor des Lehrstuhls für Küstenwissenschaften an der Costa del Sol, ist die mediterrane Würfelqualle deutlich weniger gefährlich als die australische Art.

Ihre Nesselkraft sei etwa mit der der Feuerqualle (Pelagia noctiluca) vergleichbar. Eine Berührung kann allerdings sehr schmerzhaft sein und brennende Schmerzen, Rötungen und Schwellungen verursachen. Schwere allgemeine Reaktionen sind selten.

Die Tiere werden nach Angaben des Experten häufiger im Zusammenhang mit westlichen Winden beobachtet, wenn kälteres Wasser aus der Tiefe aufsteigt. Auch tote Tiere können noch aktive Tentakel haben. Normalerweise treten solche Funde eher im September auf.

Franco hält zudem für möglich, dass Tentakel von Würfelquallen hinter den bislang ungeklärten Hautreaktionen von mehr als 20 Badegästen an Stränden von Benalmádena stecken könnten. Untersuchungen hatten dort zuvor Fäkalbakterien als Ursache ausgeschlossen.

Was tun bei einem Stich?

Betroffene sollten die Stelle mit Meerwasser abspülen und keinesfalls Süßwasser verwenden. Verbliebene Tentakel können vorsichtig mit einer Pinzette oder einer festen Karte entfernt werden. Kälte kann die Beschwerden lindern. Bei stärkeren Reaktionen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Quellen: Diario SUR, MedusApp, Meduseo

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