Die spanische Nationalpolizei hat eine reisende Kriminellengruppe zerschlagen, die sich auf den sogenannten „La siembra“-Trick spezialisiert hatte: Dabei werden ältere Menschen an Geldautomaten oder in Geschäften abgelenkt, während ein Komplize Geldbörsen und Bankkarten stiehlt.
Die Ermittlungen begannen im Dezember in Cartagena (Murcia), wo mehrere gleichartige Straftaten festgestellt wurden. Die Gruppe operierte organisiert und reiste durch die Provinzen Murcia, Alicante, Málaga und Granada.
Die Vorgehensweise war immer dieselbe: Ein Täter ließ einen Gegenstand fallen oder bat unter einem Vorwand um Hilfe, um das ältere Opfer abzulenken – in diesem Moment griff ein Komplize nach Geldbörse und Bankkarten.
Gleichzeitig erspähten die Täter die PIN-Nummer, indem sie genau beobachteten, wie das Opfer sie eintippte. Anschließend hoben sie mehrfach kleinere Beträge ab, um das tägliche Limit nicht zu überschreiten, oder nutzten Banking-Apps für betrügerische Transaktionen. In einigen Fällen überstieg der Gesamtschaden 3.000 Euro.
Die Polizei stoppte die Gruppe, als sie drei mutmaßliche Mitglieder auf frischer Tat in einem Supermarkt in Santa Pola (Alicante) festnahm, kurz bevor sie erneut zuschlagen wollten.
Den Festgenommenen werden zahlreiche Diebstahl- und Betrugsdelikte vorgeworfen. Einem der Verhafteten waren mehr als hundert Vorstrafen wegen ähnlicher Taten bekannt. Das zuständige Gericht ordnete Untersuchungshaft für alle drei an.
Tipps der Polizei: So schützen Sie sich
Die Polizei empfiehlt besondere Vorsicht an Geldautomaten und in belebten öffentlichen Bereichen:
- Misstrauen gegenüber Fremden, die mit einem Vorwand in die Nähe kommen
- Bargeld und Geldbörse nicht offen zeigen
- beim Eingeben der PIN stets die Tastatur abdecken
- tägliche Abhebungslimits begrenzen
- bei verdächtigem Verhalten den Bereich sofort verlassen und die Polizei verständigen
Quellen: Diario Sur, Cope, Policia Nacional.


























































