Andalusien schließt Grenzen Donnerstagnacht bis zum 9. November

„Niemand darf nach Andalusien ein- oder ausreisen, wenn er nicht einen triftigen Grund hat“

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Andalusien schließt Grenzen
Der andalusische Ministerpräsident Juan Manuel Moreno bei der Krisensitzung der Regierung in Sevilla.

Ministerpräsident Juan Manuel Moreno hat neue Maßnahmen erklärt

Der andalusische Ministerpräsident Juan Manuel Moreno hat Mittwochabend nach der Krisensitzung der Regierung angekündigt, angesichts der steigenden Zahlen an Covid-19 erkrankter Menschen die andalusischen Grenzen ab Donnerstagnacht, 24 Uhr zu schließen. Ein- und Ausreisen aus anderen autonomen Regionen sind nur in begründeten Ausnahmefällen erlaubt.

Der Erlass gilt zunächst bis zum 9. November. Danach sollen die Zahlen in Andalusien bewertet und neu entschieden werden, ob die Abriegelung verlängert wird oder nicht.

Die Maßnahmen sind drastischer als erwartet, noch bis kurz vor dem Krisentreffen in Sevilla hatte der andalusische Vizepräsident Juan Marín angedeutet, dass man die Grenzen nur über das verlängerte Brückenwochenende vom 1. November schließen werde. „Meine Priorität ist die Gesundheit der Bewohner in Andalusien“, sagte Juan Manuel Moreno bei der Pressekonferenz nach der Krisensitzung. „Es gibt im Moment keine andere Möglichkeit als die Maßnahmen, die wir getroffen haben. Dennoch versuchen wir, die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft so gering wie möglich zu halten.“

„Niemand darf nach Andalusien ein oder ausreisen, wenn er nicht einen triftigen Grund hat“, so Moreno. Diese Gründe sind im spanischen Amtsblatt BOE (BOE-S-2020-282) genannt: Dazu gehören unter anderem die Fahrt zur Arbeit, zum Krankenhaus oder Gesundheitszentrum, die Rückkehr zur Hauptwohnung, Unterstützung von älteren und minderjährigen Personen oder andere triftige, nachweisbare Gründe, die man bei einer Kontrolle durch die Lokalpolizei angeben muss.

Reisen innerhalb der Provinzen Andalusiens sind theoretisch möglich, auch wenn Juan Manuel Moreno die Bewohner bat, in ihrer Provinz zu bleiben und nicht zu reisen. Ein- und Ausreisen sind nicht gestattet nach Granada sowie neu nach Jaén, Sevilla, Córdoba-Süd und in den Distrikt La Vega/Antequera (Alameda, Almargen, Antequera, Archidona, Campillos, Cañete la Real, Cuevas Bajas, Cuevas de San Marcos, Fuente de Piedra, Humilladero, Mollina, Sierra de Yeguas, Teba, Valle de Abdalajís, Villanueva de Algaidas, Villanueva de la Concepción, Villanueva de Tapia, Villanueva del Rosario und Villanueva del Trabuco). Diese Gemeindegebiete sind aufgrund hoher Infektionszahlen geschlossen worden. Der Transit ist hier aber erlaubt, sofern man als Endziel nicht ein betroffenes Gebiet hat.

Ausgangssperre bleibt bei 23 Uhr bis 6 Uhr

Juan Manuel Moreno äußerte sich außerdem zu den Zeiten für die Ausgangssperre. Hier hat jede autonome Region die Freiheit, das von der Regierung vorgeschriebene Zeitfenster von 23 Uhr bis 6 Uhr um eine Stunde zu kürzen oder zu verlängern. Andalusien folgt der Regelung der Landesregierung und bleibt bei den Zeiten zwischen 23 Uhr und 6 Uhr. „Das heißt für die Gastronomie, dass sie um 22.30 Uhr schließen muss,“ sagte Moreno. Hoteliers in Málaga und an der Costa del Sol hatten sich für eine Verlängerung der Öffnungszeiten bis mindestens 23.30 Uhr ausgesprochen.

Der Erlass der Zentralregierung, dass sich nicht mehr als sechs Personen bei Familienzusammenkünften oder in einem Restaurant treffen dürfen, gilt auch für Andalusien. Das hat Juan Manuel Moreno noch einmal bestätigt. Ausnahmen sind lediglich Personen, die in einem Haushalt leben.

Quellen: Radio 5, Canal SUR, La Opinión de Málaga.

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