Halb Andalusien kehrt ab 1. Oktober zur Normalität zurück

In Gemeinden mit einer Inzidenz von weniger als 50 Fällen gibt es keine Zeit- und Kapazitätsbeschränkungen mehr. Gesundheitszentren öffnen wieder.

Juan Manuel Moreno
Ministerpräsident Juan Manuel Moreno erklärte die neue Situation in Andalusien. Foto: Junta de Andalucía.
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Alles wieder offen

In ganz Andalusien wird ab Freitag, 1. Oktober, wieder „fast völlige Normalität“ herrschen. Angesichts der geringen Covid-Inzidenzen in der Region hat der Expertenrat bei seinem gestrigen Treffen beschlossen, dass alle Gemeinden, die eine Inzidenz unter 50 Positivfällen pro 100.000 Einwohner haben, in Risikostufe 0 kommen – also die Stufe, in der es keine Einschränkungen mehr gibt.

Nach Angaben von Andalusiens Ministerpräsident Juan Manuel Moreno, der die Ergebnisse in Sevilla vorstellte, ist dies halb Andalusien. Am morgigen Donnerstag wird veröffentlicht, welche Gemeinden in Stufe 0 fallen. Bisher befinden sich alle Gesundheitsbezirke und alle Gemeinden der Region in Risikostufe 1.

Ab dem 1. Oktober gibt es demnach für alle Gemeinden in Risikostufe 0 keine Einschränkungen der Kapazität und der Öffnungszeiten mehr. Derzeit dürfen Restaurants bis zwei Uhr morgens und Nachtlokale bis 3.30 Uhr geöffnet sein. Die Höchstzahl der Gäste pro Tisch beträgt in Risikostufe 1 acht im Innenbereich und zehn in den Außenbereichen. Die Kapazität von Kinos, Theatern, Hörsälen und Open-Air-Sportveranstaltungen beträgt in Stufe 1 bereits 100 Prozent, in Stufe 0 können auch Stierkampfveranstaltungen und Konzertsäle bis auf den letzten Platz gefüllt werden. Die andalusische Regierung wird außerdem beantragen, dass ab diesem Wochenende Sportstadien, darunter auch das Fußballstadion La Rosaleda des FC Málaga, wieder zu 100 Prozent besetzt werden können.

Nach den Worten von Ministerpräsident Moreno sollten grundlegende Sicherheits- und Hygieneregeln weiterhin eingehalten werden, darunter die Verwendung von Gesichtsmasken auf den Straßen, wenn ein Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. In Innenräumen bleibt die Verwendung von Masken obligatorisch.

Eine weitere Änderung, die Gesundheitsminister Jesús Aguirre schon vorweggenommen hatte: Ab dem 1. Oktober werden die Gesundheitszentren in Andalusien wieder persönliche Termine vergeben.

Juan Manuel Moreno zeigte sich bei der Verkündung der „fast totalen Normalität“ sichtlich zufrieden: „Ich bin stolz auf die Andalusier“, sagte er, bat aber weiterhin um umsichtiges Verhalten. „Es war noch vor wenigen Wochen undenkbar, dort zu sein, wo wir jetzt sind. Es ist ein Wunder geschehen und das sind die Impfstoffe und unser Gesundheitswesen.“ Noch in dieser Woche werden in Andalusien 90 Prozent der über 12-jahrigen Bewohner komplett geimpft sein.

Nach dem Ende des zweiten Alarmzustands am 9. Mai hatte die andalusische Regierung einen dreistufigen Deeskalationsplan erarbeitet, der den 21. Juni als angestrebtes Datum für die Rückkehr zur Normalität vorsah. Dieser war aber nie über die erste Phase hinausgekommen. Fast fünf Monate später scheint es nun soweit zu sein und Andalusien ist der „neuen Normalität“ näher denn je.

Quellen: Junta de Andalucía, El País, ABC de Sevilla, Diario SUR.

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