Andalusien meldet Rekordhalbjahr bei internationalen Touristenzahlen

Die Region wächst im ersten Halbjahr 2026 stärker als jede andere spanische Gemeinschaft

Andalusien Tourismus 2026

Andalusien Tourismus 2026

Andalusien hat das beste erste Halbjahr seiner Statistikgeschichte hinter sich. 7,3 Millionen ausländische Touristen besuchten die Region zwischen Januar und Juni 2026, ein Plus von 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus den neuen Erhebungen spanischen Statistikamts INE hervor.

Beim Wachstum der ausländischen Gäste liegt Andalusien an der Spitze aller spanischen Regionen. Spanienweit stieg die Zahl im gleichen Zeitraum um 4,6 Prozent auf 46,6 Millionen, Andalusien wuchs fast doppelt so schnell.

Bei der reinen Besucherzahl steht die Region auf Platz drei, hinter Katalonien mit 9,6 Millionen und den Kanaren mit 7,8 Millionen Touristen.

Die Ausgaben der Reisenden summierten sich in Andalusien auf 9,8 Milliarden Euro, ein Plus von 6,8 Prozent. Spanien insgesamt kam auf 63,8 Milliarden Euro Ausgaben, ein Plus von 7 Prozent. Andalusien wächst demnach beim Ausgabenvolumen etwas langsamer als der Rest Spaniens, holt das aber über die deutlich höhere Zahl neuer Besucher wieder auf.

Die Aufenthaltsdauer in Andalusien sank im ersten Halbjahr 2026 um 6,6 Prozent auf rund sieben Tage, die Gesamtausgabe pro Tourist ging leicht auf 1.334 Euro zurück.

Die Tagesausgabe pro Besucher stieg dagegen um 6 Prozent auf 187 Euro, getrieben von Kultur-, Gastronomie- und Freizeitangeboten sowie teureren Unterkünften.

Juni als Zugpferd

Der Juni bestätigt den Trend. Die internationalen Ankünfte in Andalusien wuchsen in diesem Monat um 7,4 Prozent, mehr als doppelt so schnell wie im spanischen Durchschnitt. Die Region vereinte 15,7 Prozent aller internationalen Besuche in Spanien und verzeichnete mit 2 Milliarden Euro den höchsten Junieinnahmen-Wert ihrer Geschichte.

Bei der Zahl der Feriengäste lag Andalusien auf Platz drei hinter den Balearen und Katalonien.

Spanienweit kamen im Juni 9,7 Millionen ausländische Reisende, ein Plus von 2,9 Prozent, mit Gesamtausgaben von 13,6 Milliarden Euro. Größte Herkunftsgruppe war Großbritannien mit 2,3 Millionen Touristen, ein Zuwachs von 6,8 Prozent.

Britische Urlauber machten knapp 30 Prozent aller Besucher an der Costa del Sol aus und gaben in Spanien 2,8 Milliarden Euro aus.

Deutschland war im Juni zweitwichtigstes Herkunftsland für Spanien, allerdings mit rückläufigen Zahlen: 1,2 Millionen deutsche Touristen, ein Rückgang von 5,9 Prozent. Ihre Ausgaben blieben mit 1,5 Milliarden Euro stabil.

Aus Frankreich kamen knapp eine Million Reisende, 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr, bei Ausgaben von 879 Millionen Euro.

Quellen: Diario Sur, Málaga HOY, El Conciso, INE

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