Teuerste Autobahn Spaniens? Die AP-7-Maut bei Málaga steigt im Sommer um 62 Prozent

Die Strecke zwischen Málaga und Estepona kostet in der Hochsaison deutlich mehr, auch andere Mautstrecken der Provinz erhöhen die Preise

AP-7 Maut Sommer 2026

Mautpreise an der Costa del Sol 2026

Wer im Sommer auf der AP-7 zwischen Málaga und Estepona unterwegs ist, zahlt kräftig drauf. Die Maut auf diesem Abschnitt der Autopista del Sol kostet in der Hochsaison 15,50 Euro, in der Nebensaison sind es 9,55 Euro.

Das ist ein Unterschied von 5,95 Euro pro Fahrt, ein Plus von 62,3 Prozent. Die höheren Preise gelten zwischen Juni und September sowie in der Karwoche, also genau dann, wenn am meisten Verkehr herrscht.

Der mautpflichtige Abschnitt zwischen Fuengirola und Estepona ist rund 50 Kilometer lang. Nach Angaben des Fahrerverbands Automovilistas Europeos Asociados, kurz AEA, kostet der Kilometer in der Hochsaison etwa 30 Cent, in der Nebensaison 19 Cent.

Damit gehört diese Strecke zu den spanischen Autobahnen mit dem stärksten saisonalen Preisanstieg. Ähnlich wie bei Hotels und anderen touristischen Angeboten wird es auch hier teurer, sobald im Sommer mehr Menschen an die Costa del Sol reisen.

Mautpreise Costa del Sol 2026
Grafik: Autopistas Costa del Sol

19,55 Euro von Málaga nach Manilva

Auch der Abschnitt zwischen Estepona und Guadiaro ist betroffen. Dort steigt der Kilometerpreis von 0,10 Euro in der Nebensaison auf 0,18 Euro in der Hochsaison.

Wer die gesamte Strecke von Málaga bis Manilva durchfährt, zahlt in der Hochsaison (ab beziehungsweise bis Fuengirola) 19,55 Euro pro Fahrtrichtung. Das setzt sich laut Daten des Betreiber Autopista del Sol aus den Teilstrecken Málaga–Marbella (Calahonda) mit 9,25 Euro, Marbella–Estepona (San Pedro Alcántara) mit 6,25 Euro und Estepona–Guadiaro (Manilva) mit 4,05 Euro zusammen.

Der Abschnitt zwischen Fuengirola und Málaga ist hingegen kostenfrei.

Noch teurer wird es auf der AP-46 zwischen dem Alto de las Pedrizas und Málaga. Hier liegt der Kilometerpreis in der Hochsaison bei 0,23 Euro, in der Nebensaison bei 0,15 Euro.

Bis zu 750 Prozent Unterschied zwischen den Mautstrecken in Spanien

Der AEA-Bericht zeigt große Preisunterschiede zwischen den spanischen Mautautobahnen. Je nach Region, Uhrzeit und Zahlungsmethode kann der Preis um bis zu 750 Prozent variieren.

Die AP-7 bei Málaga zählt trotz der saisonalen Aufschläge nicht zu den teuersten Autobahnen Spaniens. Diesen Titel trägt laut AEA-Bericht die AP-68 zwischen Bilbao und Zaragoza mit 39,90 Euro für die Gesamtstrecke, die im November 2026 ausläuft.

Auf Platz zwei folgt die AP-9 zwischen Ferrol und Tui mit 28,10 Euro, auf Platz drei die AP-66 zwischen León und Campomanes mit 16,20 Euro.

Beim Kilometerpreis führen die Tunnel von Artxanda in Bilbao mit 0,51 Euro pro Kilometer, gefolgt von den katalanischen Tunneln Cadí und Vallvidrera. Die AP-7 zwischen Málaga und Estepona liegt mit 0,18 Euro pro Kilometer im spanischen Mittelfeld.

Spanien verfügt insgesamt über ein Straßennetz von 165.832 Kilometern. Davon werden 26.525 Kilometer vom spanischen Staat verwaltet, 71.374 Kilometer von den autonomen Regionen und 67.934 Kilometer von den Provinzverwaltungen.

Etwa 17.690 Kilometer gelten als Straßen mit hoher Kapazität, also Autobahnen und Schnellstraßen. Auf rund 1.960 Kilometern davon muss Maut gezahlt werden.

Quellen: La Opinión de Málaga, Autopista del Sol

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