Corona-Aktuell in Málaga: die dritte Welle scheint unter Kontrolle

Das RKI wird Spanien in den kommenden Tagen sehr wahrscheinlich vom Hochinzidenzgebiet zu einem herkömmlichen Risikogebiet zurückstufen.

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Corona Aktuell in Málaga
Die Lage in den Krankenhäusern hat sich deutlich entspannt. Die Belegungszahlen durch Corona-Patienten liegen allerdings immer noch über den Höchstständen der ersten und zweiten Welle

Fallzahlen geben auf allen Ebenen nach

Die Corona-Lage in der Provinz Málaga, in Andalusien und in ganz Spanien entspannt sich weiter auf allen Ebenen. Heute wurden in Málaga binnen Tagesfrist, mittels PCR-Tests und Antigen-Schnelltests, 266 Positivgetestete gemeldet. Diese Zahl ist zugleich der niedrigste Tageswert seit dem 10. Januar. Am Dienstag vor eine Woche lag dieser Wert noch bei 468. Die 14-Tage-Inzidenz, die die Anzahl der Neuinfektionen an Covid-19 in den letzten 14 Tagen je 100.000 Einwohner abbildet, liegt in der Provinz Málaga jetzt bei 471. Vor sieben Tagen lag dieser Wert bei 759 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner. Im gleichen Zeitraum ist die 7-Tage-Inzidenz ebenfalls deutlich von 284 auf 157 Positivgetestete je 100.000 Einwohner gefallen.

Die Lage in den Krankenhäusern der Provinz Málaga hat sich ebenfalls gebessert. Allerdings liegen die Belegungszahlen aktuell immer noch um einiges über den Höchstständen der ersten und zweiten Welle. Die Zahl der stationär behandelten Corona-Patienten hat in den vergangenen Tagen von 915 um gut 200 auf 709 nachgegeben. Auf den Intensivstationen ist die Zahl der Patienten nur geringfügig von 125 auf 112 Patienten gefallen.

Die Zahl der aktiven Fälle liegt in Málaga jetzt bei 31.860 Infizierten. Am Dienstag der Vorwoche lag dieser Wert noch bei 32.002. Erstmals seit vielen Wochen liegt damit die Zahl der Genesenen im Wochenvergleich wieder über der Zahl der Neuinfizierten.

Inzidenzen der Gemeinden fallen deutlich

Im Vergleich zum Dienstag der Vorwoche hat sich die 14-Tage-Inzidenz in den nachstehend aufgeführten Gemeinden wie folgt entwickelt: Antequera (460 auf 387), Alhaurín de la Torre (760 auf 389), Alhaurín El Grande (584 auf 248), Coín (895 auf 485), Casares (973 auf 494), Manilva (937 auf 621), Estepona (998 auf 853), Fuengirola (640 auf 477), Mijas (764 auf 534), Marbella (1.022 auf 742), Benahavís (349 auf 336), Ojén (970 auf 655), Torremolinos (495 auf 307), Benalmádena (722 auf 485), Ronda (1.432 auf 1.903), Rincón del la Victoria (490 auf 256) Algarrobo (458 auf 381), Nerja (350 auf 161), Torrox (251 auf 84) und Vélez Málaga mit Torre del Mar (688 auf 296). In der Provinzhauptstadt Málaga ist die 14-Tage-Inzidenz von 805 auf 464 Positivgetestete je 100.000 Einwohner gefallen.

Diesen Zahlen zufolge haben die bis dato abgeriegelten Gemeinden Málaga Stadt, Alhaurín de la Torre, Coín, Casares, Fuengirola und Benalmádena die 14-Tage-Inzidenz von 500 Infizierten unterschritten. Diese können sich somit berechtigte Hoffnung machen, dass bei der Bewertung am kommenden Donnerstag die Abriegelung zum Samstag aufgehoben wird. Mijas hat ebenfalls noch Chancen von der Neubewertung zu profitieren. Die an der westlichen Costa del Sol gelegene Gemeinde müsste dann aber bis Donnerstag noch mindestens 35 Neuinfizierte je 100.000 Einwohner gutmachen.

Blick nach Andalusien

In Andalusien ist die 14-Tage-Inzidenz seit dem 9. Februar von 727 auf 451 Positivgetestete je 100.000 Einwohner zurückgegangen. Die 7-Tage-Inzidenz ist in Andalusien im selben Zeitraum von 268 auf 151Positivgetestete je 100.000 Einwohner gefallen.

Bezüglich der Krankenhausbelegung durch an Covid-19 erkrankte Patienten in Andalusien ist diese in den vergangenen sieben Tagen von 4.491 auf 3.388 Patienten gefallen. Im gleichen Zeitraum hat sich die Belegung der Intensivbetten von 719 auf 664 verringert.

Unterdessen hat die andalusische Regierung heute bekanntgegeben, dass die Reisefreiheit bis mindestens zum 27. Februar eingeschränkt bleibt. Demnach sind vorerst lediglich Bewegungen innerhalb der Provinz gestattet, in der man seinen Wohnsitz hat. Dies gilt nicht für Wohnsitze in Gemeinden deren 14-Tage-Inzidenz höher als 500 ist.

Darüber hinaus sollen Gastronomie, nicht systemrelevanter Handel und andere nicht lebensnotwenige Einrichtungen, wie zum Beispiel Fitness-Studios, bis auf weiteres bis maximal 18 Uhr öffnen dürfen. Das gilt auch für diejenigen Gemeinden, in denen die 14-Tage-Inzidenz unter 500 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner liegt. In Gemeinden mit einer 14-Tage-Inzidenz von über 1.000 bleiben Gastronomie und nicht systemrelevante Aktivitäten geschlossen.

7-Tage-Inzidenz in Spanien unter 200

Für ganz Spanien wurden heute binnen Tagesfrist 10.057 Positivgetestete gemeldet (Dienstag der Vorwoche: 16.402). Die 14-Tage-Inzidenz notiert landesweit bei 385 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner (Vorwoche: 630). Der Wert für die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 133 (Vorwoche: 233). Zum Vergleich: in der Bundesrepublik Deutschland beträgt die 7-Tage-Inzidenz laut dem Roland-Koch-Institut (RKI) 59 Infizierte je 100.000 Einwohner (Vorwoche: 73).

Spanien wird seit dem 24. Januar vom RKI als Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko (Hochinzidenzgebiet) eingestuft. Da die 7-Tage-Inzidenz des Landes mittlerweile deutlich unter die Marke von 200 gefallen ist, ist damit zu rechnen, dass das RKI Spanien in den kommenden Tagen vom Hochinzidenzgebiet zu einem herkömmlichen Risikogebiet zurückstuft. Aktuelle Infos zur Bewertung einzelner Länder seitens des RKI und des Auswärtigen Amts finden Sie hier.

Quellen: Junta de Andalucía, Diario SUR, RKI

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