Corona-Aktuell: die Winterwelle nimmt langsam Fahrt auf

Andalusische Regierung prüft Maßnahmen zur Eindämmung der Winterwelle. Mehr als 90 Prozent der über 12-Jährigen sind vollständig geimpft

Corona in Malaga
Kältere Temperaturen erhöhen die Ansteckungsgefahr durch Covid-19

Corona in Málaga: 7-Tage-Inzidenz steigt auf 34

Für die Provinz Málaga wurden heute 138 Positivgetestete gemeldet. Am Mittwoch der Vorwoche lag die Zahl der Neuinfizierten noch bei 70. Die 14-Tage-Inzidenz, die die Anzahl der Neuinfektionen an Covid-19 in den letzten 14 Tagen je 100.000 Einwohner abbildet, ist im Vergleich zur Vorwoche von 52 auf 66 gestiegen. Im gleichen Zeitraum hat die 7-Tage-Inzidenz ebenfalls von 27 auf 34 Positivgetestete je 100.000 Einwohner zugelegt.

In den Krankenhäusern der Provinz Málaga hat sich die Lage gegenüber der Vorwoche ebenfalls verschlechtert, ohne dass man diese al angespannt bezeichnen könnte. Stationäre behandelt werden jetzt 73 Patienten (Vorwoche: 55). Auf den Intensivstationen ist die Zahl der Patienten seit dem 10. November von 11 auf 15 gestiegen. Der Anteil der Corona-Patienten im Verhältnis zur Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Betten beträgt jetzt 2,7 Prozent (Vorwoche: 2,1 Prozent). Gestorben sind in der Provinz Málaga seit Pandemiebeginn in Verbindung mit dem Corona-Virus 2.003 Personen.

14-Tage-Inzidenzen in den Gemeinden

Für die nachstehend aufgeführten Gemeinden der Provinz Málaga wurden am heutigen Mittwoch folgende Werte für die 14-Tage-Inzidenz ermittelt: Antequera (63), Alhaurín de la Torre (39), Alhaurín El Grande (118), Coín (84), Casares (0), Manilva (43), Estepona (48), Fuengirola (45), Mijas (66), Marbella (106), Benahavís (39), Istán (0), Ojén (105), Monda (111), Torremolinos (95), Benalmádena (101), Ronda (130), Rincón del la Victoria (47), Algarrobo (15), Nerja (151), Torrox (28) und Vélez Málaga mit Torre del Mar (34). In der Provinzhauptstadt Málaga liegt die 14-Tage-Inzidenz jetzt bei 67 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner.

Fallzahlen in Andalusien

Für Andalusien wurden heute 565 Positivgetestete gemeldet. Das sind 170 mehr als am Mittwoch der Vorwoche (395). Die 14-Tage-Inzidenz hat seit dem 10. November von 38 auf 52 Positivgetestete je 100.000 Einwohner zugelegt. Die 7-Tage-Inzidenz ist im gleichen Zeitraum von 20,5 auf 27,5 je 100.000 Einwohner gestiegen.

Bezüglich der Krankenhausbelegung durch an Covid-19 erkrankte Patienten in Andalusien ist diese im Sieben-Tage-Vergleich, bedingt durch die höheren Inzidenzen von 171 auf jetzt 194 Patienten gestiegen. Im gleichen Zeitraum hat auch die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Corona-Patienten von 30 auf 35 zugelegt. Gestorben sind in der Region seit Beginn der Pandemie an oder mit dem Corona-Virus 11.381 Menschen (Vorwoche: 11.367).

Regierung will Verschärfung für Impfverweigerer

In Anbetracht der steigenden Inzidenzen in Andalusien bereitet sich die Regierung von Ministerpräsident Juan Manuel Moreno zusammen mit den Gesundheitsexperten der Region auf die kommende Winterwelle vor. Gesundheitsminister Jesús Aguirre sagte in diesem Zusammenhang heute gegenüber Medienvertretern, dass man in Andalusien Überlegungen anstellt, künftig nur noch Geimpften Zugang zu bestimmten Freizeitaktivitäten und Ärztezentren zu gewähren. Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema lesen Sie am morgigen Donnerstag auf diesem Portal.

Geimpft sind in Andalusien aktuell 80,4 Prozent der Gesamtbevölkerung und 91,2 Prozent aller Bürger, die älter als 12 Jahre sind. In Málaga liegt die Impfquote in Bezug auf die Gesamtbevölkerung nur bei 76 Prozent, da hier vergleichsweise viele Ausländer ansässig sind, die die Impfung bis dato verweigert haben.

7-Tage-Inzidenz in Spanien bei 56

In Spanien notiert die 14-Tage-Inzidenz heute bei 96 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner (10. November: 63). Der Wert für die 7-Tage-Inzidenz ist ebenfalls gestiegen und liegt heute bei 56 (Vorwoche: 36). In der Bundesrepublik Deutschland hat sich die Lage gegenüber der Vorwoche weiter verschärft. Im ehemaligen Corona-Vorzeigeland liegt die 7-Tage-Inzidenz laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) heute bei 320 Infizierten je 100.000 Einwohner (10. November: 232). In Österreich ist die Lage zur Zeit extrem angespannt bei einer 7-Tage-Inzidenz von jetzt 972 (10. November: 711). In der Schweiz ist dieser Wert im Wochenvergleich von 207 auf 298 gestiegen.

Deutschland, Österreich und die Schweiz gelten ohne Ausnahmen aus spanischer Sicht aktuell und bis einschließlich 21. November 2021 als Risikogebiete. Aus deutscher Sicht gilt Spanien momentan nicht als Risikogebiet. Diese Einschätzung könnte sich indes in den kommenden Wochen, frühestens zum 21. November, ändern.

Quellen: Junta de Andalucía, Gobierno de España – Ministerio de Sanidad, Diario SUR, Europa Press, RKI, AGES, BAG

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3 BEMERKUNGEN

  1. Laut Bulletin vom 17.11.21 sind in Andalusien 6767662 Personen von 8461333 vollständig geimpft, also mithin etwas weniger als 80% (also keine 80,4%) der gesamten Bevölkerung. Damit liegt Malaga lediglich 4% unter dem Durchschnitt, aber durch die gewählte Reihenfolge im Text muss der Leser schon ganz genau hinsehen, damit er die Zahl nicht versehentlich zu den ebenso falschen 91,2% der Bevölkerung >12 (richtig ist 6767662/7451975 = 90,8%) in Relation setzt und über die vermeintlich „bösen ausländischen Impfverweigerer“ schimpft.

    • Hallo Herr Schott, die von uns angegebene Zahlen zu den Impfquoten in Andalusien haben wir den gestrigen Aussagen von Gesundheitsminister Jesús Aguirre entnommen. Unabhängig davon werten Sie die Statistiken, wie fast immer, einseitig aus: Sie korrigieren die Zahlen für Andalusien nach unten, lassen die Zahl für Málaga aber wie von uns angegeben stehen. Korrekterweise müssten Sie die Impfquote von Málaga dann aber auch nach unten korrigieren.

      Gleiches machen Sie übrigens auch gerne, wenn es um die Auswirkungen hoher Impfquoten im Kampf gegen die Corona-Pandemie geht. Da sagen Sie dann, dass Impfungen in Bezug auf die Inzidenzen gar nichts bringen, verschweigen aber, dass durch die Impfungen die schweren Krankheitsverläufe und Todesfälle, trotz recht hoher Inzidenzen, in den vergangenen Monaten enorm zurückgegangen sind.

      Und wenn aktuell auch vermehrt Geimpfte auf den Intensivstationen landen, liegt das vor allem daran, dass die Booster-Impfung in Deutschland aber auch in Spanien zu spät kommt. In Israel wurde die Auffrischung rechtzeitig verabreicht und dort ist jetzt Ruhe. Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen: die Pandemie werden wir nur durch eine hohe Impfquote unter Kontrolle bekommen und dabei Schaden für Leib, Seele und Wirtschaft abwenden können.

      Ich persönlich finde Ihr Verhalten mit Ihren endlosen Kommentaren, die im Grunde immer dasselbe aussagen, zutiefst unsolidarisch. Gerne möchte ich meine Antwort mit den Worten des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Frank-Walter Steinmeier abschließen: „Diejenigen, die sich nicht impfen lassen, setzen ihre eigene Gesundheit aufs Spiel, und sie gefährden andere. Es geht um die eigene Gesundheit und die Zukunft des Landes. Wer jetzt immer noch zögert, sich impfen zu lassen, den will ich heute ganz direkt fragen: Was muss eigentlich noch geschehen, um Sie zu überzeugen“.

  2. Lieber Herr Zeidler, von meiner Seite VOLLSTE Unterstützung. Wer jetzt noch glaubt, die Impfung würde auf das Genom einwirken sollte das als CHANCE betrachten. Aus meiner Sicht als Arzt ist Spanien wie auch Portugal vorbildlich, und das deshalb, weil sich die Bevölkerung vorbildlich verhält. Ich bin für 2G überall, bei Indoorveranstaltungen 2G plus. Mit spürbaren Strafen für Verweigerer. Wohin das führt sehen wir heute in Sachsen, Bayern, Österreich, der Schweiz und wieder mal Südtirol. Wann lernen die Vollpfosten es endlich? Ihr Dr. med. M. Bieberbach, Ojen

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