Ganz Spanien ist ab Sonntag wieder einfaches Risikogebiet

Für Andalusienreisende bleibt die Situation unverändert, denn die Region war schon zuvor Risikogebiet. Bei der Rückreise von Spanien nach Deutschland muss ein negativer Test, ein Impf- oder Genesenennachweis vorgelegt werden.

Andalusien Risikogebiet Covid19 Spanien

Keine Änderung bei Reisen nach Andalusien

Die Corona-Situation in Spanien hatte sich zwischenzeitlich entspannt. Nun steigen die Zahlen wieder und die Bundesregierung hat am heutigen Freitag (9.7.) ganz Spanien wieder zum „einfachen Risikogebiet“ erklärt und generell von Reisen dorthin abgeraten. Dies gilt nach Angaben des Auswärtigen Amtes mit Wirkung vom 11. Juli 2021.

Für Andalusienreisende ändert sich dadurch aber nichts. Zum einen war die Region sowieso schon als Risikogebiet eingestuft. Zum anderen sind mit der neuen Einstufung keine verschärften Quarantäne-Auflagen verbunden. Wir haben noch einmal die wichtigsten Informationen für Reisende nach Andalusien und an die Costa del Sol zusammengestellt.

Welche Auswirkungen hat die Entscheidung der Bundesregierung, ganz Spanien zum Risikogebiet zu erklären, für Reisende nach Andalusien?

Keine. Andalusien war mit Katalonien, Kantabrien, Andalusien, Navarra, La Rioja, Ceuta und dem Baskenland bereits zuvor als Risikogebiet eingestuft worden. Nun sind lediglich die anderen spanischen Regionen dazu gekommen. Unter diesem Link gibt es einen Überblick des Robert-Koch-Instituts über alle derzeitigen Risiko- und Hochinzidenzgebiete.

Welche Einreisebedingungen gelten aktuell nach Spanien?

Deutschland ist in Spanien nicht mehr auf der Liste der Risikogebiete. Deutsche Urlauber – egal aus welchem Bundesland – brauchen bei der Einreise weder einen negativen Corona-Test noch eine Impf- oder Genesenen-Bescheinigung. Die Liste wird einmal wöchentlich aktualisiert. Solange in Deutschland die Inzidenzen niedrig bleiben, wird es aber keine Änderungen geben.

Regeln für Spanienurlauber bei der Einreise im Überblick
  • Wer nach Spanien auf dem Luft- oder Seeweg einreist, muss das Formular des Spain Travel Health zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Der daraus erzeugte QR-Code muss bei der Einreise vorgelegt werden.
  • Wer aus einem Risikogebiet nach Spanien reist, benötigt zudem einen negativen Corona-Test oder einen Impf- oder Genesenen-Nachweis. Das gilt aktuell nicht für deutsche Urlauber. Ebenfalls nicht für Urlauber aus der Schweiz und Österreich.
  • Wer auf dem Landweg über Frankreich einreist, muss weiterhin einen negativen Test vorlegen, der maximal 48 Stunden alt sein darf. Vollständig Geimpfte, Genesene und Kinder unter zwölf Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen wie das Auswärtige Amt auf seiner Webseite schreibt.

Wie ist die aktuelle Situation in Andalusien?

Derzeit steigen die Inzidenzen in der Region stark an, hauptsächlich unter jungen Leuten, von denen viele asymptomatisch sind. In Spanien wurden bisher fast 20 Millionen Menschen vollständig gegen Covid geimpft, das entspricht fast 40 Prozent der Gesamtbevölkerung. In Andalusien sind gut 45 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Gibt es in Andalusien eine Maskenpflicht?

Maskenpflicht besteht nur noch in Innenräumen, öffentlichen Verkehrsmitteln und wenn der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet werden kann. Viele Einheimische tragen auch auf den Straßen noch eine Maske, obwohl dies seit dem 26.Juni nicht mehr obligatorisch ist. Die Maske muss mitgeführt und immer dann aufgesetzt werden, wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, dem droht ein Bußgeld von rund 100 Euro. Ausnahmen gelten am Strand, in Schwimmbädern und beim Sport. Von der Maskenpflicht ausgenommen sind zudem Kinder bis sechs Jahre und Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen befreit sind.

Wie ist die Situation in den Restaurants in Andalusien?

Für Andalusien wurde die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben. Restaurants dürfen bis 1 Uhr nachts öffnen, aber nach 0 Uhr keine neuen Gäste mehr empfangen, Bestellungen annehmen oder bedienen. Die zulässige Personenzahl an einem Tisch sind sechs Personen im Innen- und acht Personen im Außenbereich. In den meisten Restaurants gibt es keine Speisekarten mehr. Das Menü wird über einen auf dem Tisch klebenden QR-Code eingescannt und abgerufen.

Was benötige ich bei der Rückreise nach Deutschland?

Für Urlauber, die mit dem Flugzeug unterwegs sind, gilt bei Rückkehr aus einem Risikogebiet wie aus einem Nicht-Risikogebiet: Sie müssen vor dem Abflug ein negatives Testergebnis (PCR oder Antigen) oder einen Nachweis über Impfung oder Genesung vorlegen, um eine Quarantäne zu vermeiden. Die Nachweis- und Quarantäneregelungen  gelten für alle Reisenden ab sechs Jahren. Außerdem muss das digitale Einreiseformular ausgefüllt werden.

Wo kann ich an der Costa del Sol einen Test machen?

Das ist zum Beispiel am Flughafen Málaga möglich. Aber Vorsicht: Die Termine sind oft ausgebucht, es bietet sich eine frühzeitige Reservierung an. An der Costa del Sol gibt es viele deutschsprachige Ärzte und Kliniken, die einen Test durchführen, zum Beispiel die German Clinic in Marbella.

Was ist, wenn Spanien Hochinzidenzgebiet wird?

Nach der Definition des Bundesgesundheitsministeriums könnte Spanien zum Hochinzidenzgebiet erklärt werden, wenn die 7-Tage-Inzidenz regelmäßig über 200 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt. Das gilt auch für einzelne Regionen. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkommt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss in Quarantäne, kann sich allerdings nach 5 Tagen „heraustesten“.

Quellen: Auswärtiges Amt, Robert-Koch Institut.

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